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„Rosomak“‒ Zentrum für onkologische Rehabilitation und Lymphologie in Ustroń

Bösartige Tumorerkrankungen sind die zweithäufigste, nach Herz- und Gefäßerkrankungen, Todesursache in Polen. An den Folgen der oben genannten Krankheiten sterben ca. 20% der Polen. In den Vereinigten Staaten, in Kanada oder in den Ländern Westeuropas beträgt die Genesungsrate bei bösartigen Tumoren fast 50%, wobei sie in Polen 30% nicht überschreitet. Dies bedeutet, dass jeder zweite Patient in den USA über 5 Jahre ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung überlebt, während dies in Polen lediglich für jeden dritten zutrifft.

Zu den Ursachen einer so hohen Sterberate an Tumorerkrankungen, darunter an Brustkrebs, gehören:

  • geringes Bewusstsein von Risikofaktoren für Krebs in der Gesellschaft,
  • Außerachtlassen der ersten Symptome und verspäteter Arztbesuch,
  • Versagen des Gesundheitssystems, Warteschlangen vor dem Behandlungsbeginn,
  • Mangel an wirksamen Medikamenten und Therapien, trotz erheblicher Investitionen in ihre Entwicklung.

Es wurde festgestellt, das genetische Veranlagungen für ca. 15% der Tumorerkrankungen verantwortlich sind, zu über 53% sind sie vom Lebensstil des Patienten abhängig, die übrigen 32% sind äußere Einflüsse, z. B. Umweltverschmutzung. Brustkrebs wird in 27% der Fälle durch genetische Faktoren verursacht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass alle Träger mutierter Gene erkranken. Viel hängt davon ab, wo sie wohnen und wie sie leben.

Unter Berücksichtigung der immer größer werdenden Gruppe von krebskranken Patienten, die eine Behandlung benötigen, wurde die Entscheidung zur Gründung von Rosomak ‒ dem Zentrum für onkologische Rehabilitation und Lymphologie in Ustroń ‒ getroffen.

Im Rahmen des Zentrums gibt es folgende Abteilungen: die Abteilung für Frauen nach Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane und das Sanatorium für sonstige Patienten nach einer onkologischen Behandlung.

Die onkologische Rehabilitation ist ein sehr komplexer Prozess, was durch die enorme Rolle der in der Gesellschaft verankerten psychischen Einstellung bedingt ist. Diese manifestiert sich in der Angst vor Krebs und dem Mangel an einem Glauben an die Heilungschancen. Darüber hinaus kommt es bei Brustkrebs und Krebserkrankungen der weiblichen Organe zu Störungen der sexuellen Identität der Frauen, die die Wahrnehmung ihrer Weiblichkeit, Mutterschaft, Erotik und ihrer sozialen Funktion beeinträchtigen.

In ihren Anfängen war die onkologische Rehabilitation ausschließlich auf motorische Rehabilitation und Bereitstellung von Prothesen nach der Behandlung beschränkt, die die körperliche Verfassung der Patienten beeinträchtigt haben. Die gegenwärtige onkologische Rehabilitation berücksichtigt ein breites Spektrum an psychischen und sozialen Faktoren, durch welche eine holistische Behandlung der krebskranken Menschen bedingt ist. Zwei grundsätzliche Behandlungsziele sind die Vorbeugung und Therapie von Komplikationen und Störungen, die zwangsläufige Folgen der onkologischen Therapie an sich sind. Die körperliche Aktivität, die die Immunabwehr des Organismus anregt, das Hormonsystem und den Metabolismus modifiziert, ist ein wesentliches Element der primären und sekundären Vorbeugung von Tumorerkrankungen.

Hauptziele der Rehabilitationsabteilung sind:

  • Gewährleistung der therapeutischen Kontinuität der Behandlung für onkologische Patienten nach Operationen, Chemotherapie, Strahlentherapie,
  • Wiederherstellung der psychischen und körperlichen Eignung,
  • Hilfe in der Anpassungsphase an die neuen Lebensbedingungen,
  • Übermittlung der Grundsätze der Vorbeugung von Tumorerkrankungen.

Rosomak ‒ Zentrum für onkologische Rehabilitation und Lymphologie in Ustroń
Anmeldung und Information:
Sanatorium Uzdrowiskowe Rosomak
ul. Zdrojowa 2,
43-450 Ustroń
Tel. + 48 33 854 25 37 int. 611
E-Mail: ucrol@uzdrowisko-ustron.pl